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  • AutorenbildKatrin Trimmel

Was sind Konflikte und ab wann liegt ein Konflikt vor?

Der Begriff Konflikt stammt vom lateinischen Verb „confligere“ ab und bedeutet in seiner Grundform „zusammenstoßen, kämpfen“. Ob nun tatsächlich ein Konflikt vorliegt oder nicht, ist jedoch weitaus differenzierter zu betrachten als seine härteste Ausprägung in Form eines Kampfes. Auch sind Konflikte nicht per se negativ, zerstörerisch oder destruktiv – es kommt hier immer auf die Art und Weise an, wie mit Konflikten umgegangen wird, z.B. konstruktive Bearbeitung eines Konfliktes im Gegensatz zu Verleugnungshandlungen, nicht wahrhaben wollen oder auch einen Konflikt "unter den Teppich kehren".



Ab wann liegt ein Konflikt vor?

Ein Konflikt liegt dann vor, wenn

  • zumindest zwei Personen am Geschehen beteiligt sind,

  • die Betroffenen sind miteinander in Kontakt bzw. in gemeinsamer Interaktion (z.B. Partnerschaft, geschäftliche Beziehung, Arbeitskolleg*innen, Teammitglieder, Eltern-Kind-Beziehung),

  • es wird von den Betroffenen ein Unterschied im Denken, Fühlen oder Wollen zur jeweils anderen Person wahrgenommen,

  • dieser Unterschied wird von den Betroffenen als unvereinbar mit dem jeweils eigenen erlebt,

  • es besteht eine Spannungssituation zwischen den betroffenen Personen.

Als handelnde Personen kommen nicht nur einzelne Personen in Betracht, sondern auch ganze Gruppen, Organisationen, Unternehmen oder Staaten.


Die Unterschiede im Denken, Fühlen oder Wollen können z.B. auf unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen oder Werte beruhen. Im Regelfall wird dies von den Konfliktparteien - ohne eine konstruktive Auseinandersetzung - nicht erkannt. Dadurch nehmen die Spannungen zwischen den betroffenen Konfliktparteien immer mehr zu.


Was kann zu Konflikten führen?

Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die Konflikte begünstigen bzw. auslösen können, wie z.B. mangelnde Kommunikation, ungerechte Behandlung, knappe Ressourcen, gegenseitige Abhängigkeit, Wettbewerb, Konkurrenzdruck, Neid, Frustration, Misstrauen, unklare Zuständigkeiten, unzureichende (Arbeits-) Organisation, Stur- und Starrheit, Stress, Über- oder Unterforderung, mangelnde Wertschätzung, fehlender Respekt, fehlende Kooperation, Ängste, Furcht.


Die Ursachen von Konflikten können ganz unterschiedlich sein. So können Konflikte auf unterschiedliche Arten, Ebenen und in unterschiedlichen Formen in Erscheinung treten. Um auf die jeweiligen Ursachen eines Konfliktes gelangen zu können, braucht es eine aktive Auseinandersetzung mit dem Konfliktgeschehen.


Wichtig ist, dass unbearbeitete Konflikte immer die natürliche Tendenz haben, größer, stärker, tiefer, komplexer und umfassender zu werden, z.B. ein Ehekonflikt entwickelt sich zu einem Familienkonflikt mit der Ausbreitung auf gemeinsame Kinder, Schwiegereltern, etc. oder ein Konflikt zwischen 2 Mitarbeiter*innen entwickelt sich zu einem Teamkonflikt und beeinträchtigt mit der Zeit sogar andere Organisationseinheiten.


Daher ist es essentiell, dass Konflikte entsprechend bearbeitet werden, um Konfliktdynamiken zu stoppen. Nur dadurch ist es möglich, einen konstruktiven Umgang in Konfliktsituationen herzustellen, um gemeinsam Lösungswege zur Bereinigung des Konfliktes zu finden.








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